Linux die unendlichen weiten!

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Wer kennt das nicht. Man möchte gerne mal was neues Ausprobieren und man hat sich entschieden anstatt Windows sich zu kaufen, mal ein kostenfreies und Quell offenes Betriebssystem testen. Da bietet sich Linux förmlich an. Nun kommt aber schon die erste Hürde: „Welche Distribution nehme ich und welche ist für einen Neuling geeignet? Nun die Frage ist auch nicht so ganz einfach zu beantworten. Um eure Linux Version zu finden heisst es eigentlich Ausprobieren. Aber es sollten euch folgende Punkte am Anfang auch bewusst werden:

  1. Linux ist nicht gleich Windows!
  2. Für Linux braucht man Geduld nicht alle funktioniert gleich auf Anhieb
  3. Im Gaming Bereich solltet Ihr nicht am Anfang Zuviel erhoffen. Steam präsentiert mittlerweile eine menge Spiele für Linux oder sind auf Linux Kompatibel aber jedoch nicht alle.
  4. Alle Linux Distribution sind im Grunde gleich. Sie unterscheiden sich nur zu den Paketquellen und der Bedienung
  5. Man muss nicht das gesamte System via Text eingabe (Terminal) steuern.

Wenn Ihr diese 5 Goldene Regeln beherzigt steht eigentlich euch nichts im Weg. Wer Jahre lang Windows benutzt hat sollte nicht meinen das alles gleich ist. Man lädt sich bei Linux nicht einfach eine .exe Datei herunter und installiert sich so jedes Programm. Es wird Programme geben wo Ihr via Terminal eine Quelle hinzufügen müsst um das gewünschte Programm zu bekommen. Dieser Beitrag wird in mehreren Punkten eingeteilt um euch jede Linux Version euch ein wenig nahe zu legen.

Linux für Anfänger

Es gibt für komplette Neulinge bis zum Profi eine Version zu Linux. Die Anfänger Versionen installieren fast alles selbstständig und die andere Version für Experten müsst Ihr eure Partition selbstständig einrichten oder Programme selber zusammenbauen oder Installieren. Fangen wir aber mal bei den Anfänger Versionen an. Es gibt dazu 2 gute Versionen die jeden Anfänger helfen sich mit Linux auseinander zu setzen.

Linux Mint 19.1 Cinamon

Linux Mint sieht nicht nur ähnlich aus wie Windows 7 es fühlt sich auch fast so an. Der Unterschied ist es ist Linux und im Startmenü werden die Programme in Kategorien wie zum Beispiel: Büro, Spiele, Grafik, Internet und Multimedia unterteilt. Als kleines Beispiel, habt Ihr ein Office Paket namens „LibreOffice“ vorinstalliert und könnt sofort wie beim teuren Bruder aus dem Hause Microsoft direkt starten. Egal ob Excel Tabellen oder PowerPoint Präsentationen ist alles kein Problem. Nun denkt Ihr sicherlich: „Was ist wenn mein Ansprechpartner, Kumpel, Chef, usw. kein Libre Office hat?“ Kein Problem! LibreOffice unterstützt alle gängigen Microsoft Versionen. Weiterhin ist Firefox vorinstalliert und das mächtigste Tool im Open Source Bereich: GIMP! Linux Mint gibt es in einer 32 Bit Version sowie in einer 64 Bit Version.

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Ubuntu

Ubuntu ist wie Windows 8. Es gibt einen „APP Store“ wo man ganz einfach und schnell an seine Programme rankommt. Ubuntu ist so wie Linux Mint und liefert eine Menge vorinstallierter Programme. So wie der Browser „Mozilla Firefox“ und ein Office Paket von LibreOffice und ein Bildbearbeitungs Programm wie GIMP ist bei Ubuntu ebenfalls mit am Start. Der einzige kleine unterschied zu Linux Mint ist der „APP Store“ der bei Linux Mint nicht vorhanden ist. Ubuntu ist auch einer der etwas älteren Versionen. Der eine sehr grosse Community geniesst. Ubuntu ist zum Umsteigen von Windows sehr geeignet da es sich neben Windows ganz einfach Installieren lässt. Ihr müsst bei der Installation fast nichts beachten. Den Ubuntu scant eure Platte und prüft ob sich andere Betriebssysteme befindet und fragt euch was Ihr tun wollt. Habt Ihr zum Beispiel Windows noch Installiert erkennt Ubuntu dies und fragt euch ob Ihr eure Platte mit Windows teilen möchtet. So könnt Ihr mit Ubuntu ganz einfach eure Daten zu Ubuntu transferieren. Leider kommt Windows nicht ohne weiteres mit Linux klar und Ihr werdet die Linux (ext4) Partition in eurem Windows nicht finden. Aber keine Sorge Ubuntu kann aber ganz gut mit NTFS umgehen. Die aktuellen Versionen von Ubuntu gibt es nur noch als 64 Bit Version

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Debian 9

Debian ist im Gegensatz zu Ubuntu und Linux Mint nicht ganz klar wo ich es einordnen soll. Es ist super für einsteiger so wie für Fortgeschrittene. Bei Debian ist vieles super erklärt es installiert sich fast schon von selbst. Es hat so wie Ubuntu eine sehr grosse Community. Es ist einfach zu bedienen und lehnt sich ein wenig an Windows. Genauso wie Linux Mint werden alle Programme im Startmenü in Kategorien unterlegt. Zwischen Debian und Linux Mint gibt es bis auf ein paar grafischen unterschiede nichts. Im Grunde ist es das selbe System. Einige Behaupten dass Debian auf älteren PCs schlechter läuft wie Linux Mint. Ich persönlich kann das nicht bestätigen. Linux Mint läuft auf meinen I3, I7 sowie auf meinen alten Test PC Pentium 3 mit 500 MHZ richtig gut. Bei Debian ist es das selbe kaum unterschiede zu den Systemen. Debian gibts als DVD Version sowie als kleine NET Install (Installationsdateien werden via Internet geladen) als 32 bit und 64 bit Version.

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Kurzer Vergleich:

Programme die mit Windows installiert werden.

  • Bildbearbeitung: Paint
  • Office Paket: Nicht enthalten
  • Internet Browser: Internet Explorer / Microsoft Edge
  • E-Mail Programm: Keines enthalten
  • Updates: Werden nach der Installation und Einrichtung heruntergeladen und Installiert. (Sofern eine Internetverbindung besteht und eingerichtet wurde)

Programme die von Linux Mint / Ubuntu / Debian installiert werden:

  • Bildbearbeitung: GIMP
  • Office Paket: LibreOffice
  • Internet Browser: Mozilla FireFox
  • E-Mail Programm: Thunderbird
  • Updates: Werden während der Installation gesucht und Installiert. (Sofern eine Internetverbindung besteht und eingerichtet wurde)

Linux für etwas Fortgeschrittener User

Arch Linux

Arch Linux wurde Zeitlang als auch das Hacker Linux bezeichnet. Das ist natürlich totaler Quatsch. Arch Linux wird oft von Hollywood benutzt um komplizierte Hacks durchzuführen. Das wurde zum ersten mal in einer abgespeckten Version von Matrix gezeigt. Da wurde einfach der Screensaver genutzt um zu zeigen wie einfach es ist sich in die Matrix einzuhacken. Arch Linux ist mehr oder weniger auch in der Hacker Szene gern benutzt. Chaos Computer Club benutzt zum Beispiel Arch Linux um Sicherheitslücken auf Microsofts Windows aufmerksam zu machen. Arch Linux ist durch seine sehr schlanke Konstruktion sehr häufig in der Linux Gaming Szene sowie in der Programmierung sehr oft genutzt. Arch Linux ist nicht nur schlank was zum Gamen mit etwas schwächere Hardware sehr Hilfreich ist, sondern es wird auch zum Programmieren von Games z.B. bei Sonys PlayStation benutzt. Ja auch die Sony hat ein Linux unterbau. Viele Entwickler Studios benutzen ARCH Linux zum entwickeln für Spiele unter Windows sowie für die Konsole Nintendo Switch und Sonys PlayStation. Arch Linux ist mehr an die etwas fortgeschritteren User angedacht und muss auch daher viel mit dem Terminal gearbeitet werden um zum Beispiel neue Programme oder Tools zu installieren. Das Design des Desktops ist Stark an Apples Macintosh angelegt. Es besitzt wie der MAC kein Direktes Startmenü. Man startet alle installierten Programme ganz einfach über das „DOCK“

Download ARCH LINUX

Fedora

Fedora ist eine Version für Entwickler gemacht. Es besitzt viele Entwickler Tools und ermöglicht einen schnelle Zugriff auf Cloud Speicher sowie schnelle Verbindungsaufbau zu FTP oder SFTP Servern. Im Gegensatz zu den Anderen Distribution kann man Fedora ganz einfach auf einem PC sowie Server installieren. Fedora ist kein Büro oder Gaming Linux. Die Bedienung von Fedora wird ausdrücklich für erfahrene User Empfohlen da man einiges Nachinstallieren müsst und viel mit dem Terminal arbeiten solltet.

Download Fedora

Linux MX

Linux MX ist dank der Zusammenlegung 2 Community (antiX und MEPIS) einer der stabilsten Linux Distribution geworden. Egal ob Bereich Gaming oder Büro, egal ob High Performance PC oder die lahmste Krücke Linux MX kitzelt aus jeder Hardware alles Raus. Linux MX ist verdammt schlank und benötigt bei weitem weniger System Ressourcen als Windows. Man kann so fast zu 100 % von seinen Arbeitsspeicher verfügen. Im Gegensatz zu Windows wird von Windows 10 z.B. Nur zum Erhalt des Systems 2 GB Ram für das System Reserviert. Kein Programm hat Zugriff auf diese 2 Gigabyte da Sie nur für Windows Reserviert wird. Bis jetzt weis auch noch niemand wieso das so ist. Linux MX wird auch als DAS beliebteste Linux gehandelt. Leider ist es für einen Anfänger fast unmöglich Linux MX zu beherrschen da es viele Einstellungen besitzt und ein Neuling sich besser erstmal davon fernhalten sollte, da die Gefahr zu Gross ist das man das gesamte System unwiderruflich verstellen könnte.

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Debian

Ups schon wieder Debian? Richtig! Nicht nur für Anfänger geeignet sondern auch unter den Fortgeschrittenen gilt Debian als ein muss. Debian ist nicht nur einer der ältesten Distribution von Linux. Sondern auch einer der meist genutztesten. Egal ob im Bereich des Minicomputers Raspberry Pi oder auch im Normalen Hausgebrauch oder auch in der Wirtschaft. Findet man in der Arbeit einen Linux PC ist meist dadrauf Debian. Auch in der Gaming Szene wird sehr häufig Debain benutzt. Egal ob als Server oder als Gaming PC. Fragt man einen Spieler der via Linux spielt schwört er das es nicht schöneres gibt wie Debian. Man kann sich leicht einarbeiten. Einfaches Design, schnelles und einfaches Einarbeiten und das für die meisten das wichtigste, man kann es direkt von Windows aus installieren und man ist dank Internet Installation auf kein Medium wie CD-R, DVD-R oder USB-Stick erforderlich. Debian gilt als Einsteiger freundlich sowie für Fortgeschrittene User als empfehlenswert. Leider beschweren sich viele Windows User über das sehr ungewöhnliche Design.

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